Checkliste: Baby Erstausstattung – Alles was man fürs Baby braucht

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Werdende Eltern, die das erste Kind erwarten, fragen sich meist schon direkt nach dem positiven Testergebnis: Was müssen wir alles kaufen? Was braucht unser Kind und was erleichtert den Alltag? Eines vorweg: Außer Kleidung braucht das Kind nicht wirklich etwas, das Sie ihm kaufen können – dennoch gibt es natürlich diverse Möbelstücke, Pflegemittel und Hilfsutensilien, die den Alltag deutlich vereinfachen.

Welche Erstausstattung wird gebraucht?

Babykleidung kaufen macht Spaß, daher passiert es auch nicht selten, dass der Kinderkleiderschrank voller süßer Strampler, Bodys und Pullover ist. Doch dann wächst das Kind in der Anfangszeit so schnell aus den einzelnen Größen heraus, dass manche Sachen sogar ungetragen bleiben. Daher ist es wichtig, gut zu überlegen, welche Sachen denn wirklich gebraucht werden. Der Jahreszeit angepasste Kleidung, eine Wickelunterlage, ein Kinderwagen und eine Babyschale gehören zu den wichtigsten Erstausstattungsgegenständen. Ein komplett eingerichtetes Zimmer braucht das Baby noch nicht, es schläft besser im elterlichen Schlafzimmer, dort aber im eigenen Bettchen. Sehr praktisch ist ein Beistellbettchen, das Sie an das eigene Bett heranschieben und dort befestigen können. So müssen Sie für das nächtliche Stillen nicht einmal aufstehen. Natürlich ist ein eigener Kleiderschrank für das Baby praktisch, damit Sie alle Sachen geordnet haben. Dabei sollte auch die Wickelkommode in dem Zimmer stehen, in dem sich der Kleiderschrank befindet. So haben Sie alles immer griffbereit.

Die Babyschale brauchen Sie für die Fahrt von der Klinik oder aus dem Geburtshaus nach Hause. Ob Sie sich für einen Kinderwagen oder für ein Tragetuch entscheiden – oder sogar für beides –, bleibt gänzlich Ihnen überlassen. Viele Kinder schlafen direkt nach der Geburt nicht im Kinderwagen, sondern lieben das Tragetuch, in dem sie eingekuschelt bei Mama oder Papa schlafen können und immer gewiegt werden.

Worauf muss bei der Erstausstattung geachtet werden?

Wer Wert auf Gesundheit legt, sollte sich das aktuelle „Jahrbuch Kleinkinder“ von Stiftung Ökotest besorgen. Hier sind immer wieder Pflegeprodukte und Ausstattungsgegenstände für Kinder aufgeführt, die das Leben gesünder machen. Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl der Ausstattung und führen Sie eventuell einen Preisvergleich durch. Die Preisunterschiede sind teilweise sehr stark. Dennoch sollten Sie im Sinne von Gesundheit und Sicherheit nicht unbedingt die billigsten Angebote wählen. Achten Sie bei Möbeln auf den Blauen Engel, der für Unbedenklichkeit bei der Herstellung und Lackierung der Möbel steht.

Schreiben Sie sich eine Liste, was Sie alles in welcher Größe besorgen wollen. Setzen Sie dabei Prioritäten, vor allem dann, wenn Sie ein Budget festlegen müssen. Apropos Budget: Verschiedene Einrichtungen bieten finanzielle Unterstützung für den Kauf der Erstausstattung an. Hier müssen Sie einen Antrag stellen und Ihre Vermögensverhältnisse offenlegen.

Überlegen Sie auch immer, was das Baby für längere Zeit braucht und was nur kurzfristig angeschafft werden muss. Der Kinderwagen zum Beispiel sollte zum Sportwagen umzubauen sein. So kann er längere Zeit genutzt werden. Außerdem ist hier eine große Liegefläche wichtig, damit das Kleine nicht schon acht Wochen nach der Geburt beengt liegen muss.

Ein Tipp: Viele Verwandte, Freunde und Bekannte möchten zur Geburt etwas schenken. Erleichtern Sie diesen die Qual der Wahl, indem Sie sagen, was Sie sich wünschen oder zumindest einen „Wink mit dem Zaunpfahl“ geben.

Checkliste: Bekleidung

Folgende Dinge brauchen Sie, damit Sie Ihren Nachwuchs nach der Geburt ankleiden können. Dabei ist es besser, häufiger die Waschmaschine anzustellen, als zu viele Kleidungsstücke zu kaufen. Denn das Kleine wächst so rasch, dass es die Sachen nicht abtragen kann. Folgende Dinge sind wichtig:

  • Bodys: 4 bis 6 Stück
  • Oberteile: 4 – 6 Langarmshirts
  • Strampler: 4 Stück
  • Söckchen: 2 – 3 Paar
  • Schlafanzüge: 3 – 4 Einteiler
  • Mütze
  • Jacke
  • evtl. Winterkleidung

Welche Kleidung Sie wählen, ist von der Jahreszeit abhängig. Eine Mütze für drinnen ist nicht nötig, Handschuhe gegen das Kratzen mit den teils sehr langen Nägeln sind ebenfalls überflüssig. Die Nägel reißen nach kurzer Zeit ab, wenn sie doch zu lang sein sollten.

Checkliste: Einrichtung

Dies variiert, je nachdem, ob Sie ein komplettes Zimmer einrichten möchten oder ob Sie erst einmal nur ein Bettchen für das Kleine neben Ihr Bett stellen wollen. Allgemein brauchen Sie die folgenden Ausstattungsgegenstände:

  • Stubenwagen mit Schlafsack für Sommer oder Winter
  • Beistellbettchen oder Kinderbett
  • Wickelkommode
  • Wickelauflage
  • Windeleimer
  • Heizstrahler für den Wickeltisch
  • Babyfon
  • Badewanne
  • Spieluhr

Checkliste: Pflege

Ihr Kind braucht kaum Pflegemittel, zu viel schadet eher, als dass es nützt. Allerdings besitzen manche Kinder eine sehr trockene Haut, die sich über ein Plus an Pflege freut. Folgende Dinge gehören zur Erstausstattung:

  • Mullwindeln, die als Spucktücher und Unterlegetücher geeignet sind
  • Windeln in Größe 1
  • Pflegemittel: Creme für das Gesicht und Körperlotion, am besten Naturkosmetik
  • Feuchttücher für unterwegs
  • Waschlappen zur Reinigung zu Hause
  • Badetücher mit Kapuze
  • Sanfte Bürste für den Kopf
  • Fieberthermometer
  • Badethermometer

Checkliste: Stillen oder Füttern

Stillen ist die gesündeste Ernährungsweise für Ihr Kind, dennoch kann es natürlich sein, dass Sie nicht stillen können oder sich aus einem bestimmten Grund dagegen entscheiden. Fakt ist: Stillen ist einfacher und billiger, für das Füttern müssen Sie diverse Dinge bereithalten. Besorgen Sie unter anderem die folgenden Dinge:

  • Milchpumpe zum Abpumpen der Muttermilch
  • Milchfläschchen
  • Sauger
  • Baby-Anfangsnahrung („Pre“)
  • Flaschenbürste
  • Saugerbürste
  • Flaschenwärmer
  • Sterilisator
  • Thermosflasche
  • Lätzchen

Sollten Sie stillen, brauchen Sie außer ein paar Spucktüchern, Stilleinlagen und mehreren Still-BHs nichts weiter. Ein Stillkissen kann sehr hilfreich sein, liegt aber vielleicht schon aus der Zeit der Schwangerschaft vor, damit das Schlafen in der Nacht bequemer möglich war.

Checkliste: Alles für unterwegs

Wer in der Stadt wohnt, wird sicherlich andere Bedürfnisse an einen Kinderwagen stellen: Dieser muss hier besonders leicht zu lenken sein, möglichst schmal und gut zusammenklappbar sein. Nötig sind:

  • Kinderwagen
  • Tragetuch oder Babytrage
  • Zudecke und Fußsack
  • Wickeltasche mit Inhalt
  • Reisebettchen, wenn Sie mit dem Kind verreisen möchten

Diese Checklisten lassen sich noch mit einigen weiteren Dingen erweitern und anpassen, wobei es sich nicht zwingend um Notwendigkeiten handelt, sondern eher um Annehmlichkeiten. Ob Sie zu diesen greifen oder nicht, bleibt Ihren persönlichen Anforderungen und natürlich nicht zuletzt Ihrem Geldbeutel überlassen. Übrigens: Eine Babywaage brauchen Sie nicht. Das Kleine wird bei der Vorsorgeuntersuchung gewogen und auch die Hebammen haben im Rahmen der Nachsorge einen Blick auf die Gewichtszunahme Ihres Kindes. Stressen Sie sich nicht mit zu vielen Vorgaben und Maßen, die Kinder angeblich einhalten müssen. Jedes Baby ist individuell und ob es schneller oder langsamer zunimmt, spielt meist keine Rolle – Hauptsache, die Gewichtszunahme stimmt nach einem gewissen zeitlichen Rahmen.


Bildnachweis: © Fotolia – thingamajiggs

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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